Im September 2026 hat KfW Research erstmals untersucht, ob sich der Einsatz künstlicher Intelligenz im Mittelstand betriebswirtschaftlich niederschlägt. Grundlage ist das KfW-Mittelstandspanel, je nach Kennzahl mit rund 4.400 bis 6.200 auswertbaren Unternehmensantworten. Das Ergebnis klingt zunächst eindeutig: Mittelständler, die KI nutzen, wachsen um 1,1 Prozentpunkte stärker, erzielen eine Umsatzrendite von 4,5 statt 3,6 Prozent und sind je Vollzeitkraft um 7.600 Euro produktiver.
Die Studie schaut allerdings genauer hin, und dabei verschiebt sich das Bild erheblich. Beim Umsatzwachstum lässt sich ein statistisch belastbarer Zusammenhang nur für Unternehmen nachweisen, die ohnehin bereits wachsen. Bei der Rendite gilt er sogar nur für knapp ein Fünftel der KI-Nutzer, nämlich jene, die ohnehin eine hohe Rendite erzielen. Die KfW zieht daraus einen klaren Schluss: Der KI-Einsatz trage derzeit zu einer Spreizung der Unternehmensperformance bei, vor allem bei Wachstum und Rendite. Und sie hält ausdrücklich fest, dass wissenschaftlich weiterhin offen ist, ob KI den Erfolg verursacht oder ob erfolgreichere Unternehmen einfach häufiger KI einführen.